Was wir machen

Verhaltenstherapie

In der Verhaltenstherapie wird angenommen, dass psychische Probleme durch bewusste und unbewusste Lernprozesse entstehen. Deshalb ist es am Behandlungsbeginn von Bedeutung, lebensgeschichtliche Ereignisse und die aktuelle Lebenssituation zu beleuchten. Dabei geht es um Bedingungen, die die Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Beschwerden beeinflusst haben und im „Hier und Jetzt“ weiter wirksam sind.

Gemeinsam werden Therapieziele formuliert. Sie werden zunehmend lernen, Emotionen nicht machtlos ausgeliefert zu sein, sondern Einfluss auf Ihr Denken, Handeln und Fühlen nehmen zu können. Dabei werden auch Ihre Stärken und Fähigkeiten fokussiert und (re-)aktiviert.

Verhaltenstherapie versteht sich als „Hilfe zur Selbsthilfe“, wodurch Sie zum Spezialisten Ihrer individuellen Problematik werden.

Schematherapie

Die Schematherapie nach Jeffrey Young ist ein störungsübergreifender Ansatz der kognitiven Verhaltenstherapie.

Dabei nimmt die Entstehungsgeschichte der aktuellen Problematik eine zentrale Rolle ein, welche häufig schon in Kindheit und Jugend wurzelt. Es wird angenommen, dass sich schon früh sogenannte dysfunktionale Schemata (übergreifende Konzepte über sich und andere) ausbilden können, die später zu psychischen Problemen führen. Besonders bei Interaktions- und Beziehungsproblemen ist Schematherapie indiziert. Hierbei gilt es, diese Schemata  zu entdecken, zu verstehen und ggf. zu verändern.

Achtsamkeit

Achtsamkeit nach Kabat-Zinn bedeutet, den Körper und die Gedanken absichtsvoll wahrzunehmen, ohne zu bewerten und ganz im Moment zu sein.  Dies hilft dabei, den Alltag zu entschleunigen und stressfreier zu gestalten.

Eine anschauliche Darstellung von Achtsamkeit liefert folgende Geschichte:

Ein buddhistischer Meister wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.

Er sagte: „Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich …“

Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten: „Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?“

Er sagte wiederum: „Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich …“

Wieder sagten die Leute: „Aber das tun wir doch auch!“

Er aber sagte zu ihnen: „Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“

Gruppentherapie

Häufig zeigen sich psychische Probleme auch im Kontakt mit anderen Menschen.  In der Gruppentherapie werden die Gruppendynamik und interaktionellen Prozesse genutzt, um genau diese Probleme aufzudecken und neue, gesündere Verhaltensmuster einzuüben. Dabei dient die Gruppe als geschütztes Übungsfeld.

In der Regel bestehen unsere Gruppen aus 4-6 Personen.